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Bildungschaos beenden

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Seit fünf Jahre verschlimmert die aktuelle Landesregierung nun unser Schulsystem und mutet unseren Kindern zu, sich in technisch und personell katastrophal ausgestatteten Schulen auf den Sprung ins Leben vorzubereiten.

Verantwortlich für diese Situation ist vor allem die CDU, deren Bildungsminister Tullner immer neue bildungspolitische Katastrophen produziert, wie auch sein neuester Geniestreiche zeigt. Sein Plan den Zugang zu den Sekundarschulen zu erschweren, wird dazu führen, dass noch mehr Kinder in den Hauptschulen landen werden.

Wie dramatisch das Scheitern ist, zeigt auch die Statistik: Der Unterrichtsausfall ist massiv angewachsen, Unterricht wird durch Verordnungen reduziert.

Effektiv führt das dazu, dass Kinder nach 10 Jahren auf Sekundar- und Gemeinschaftsschulen real nur 8 Jahre Unterricht hatten – im Vergleich zur Situation vor 15 Jahren.

Auch auf den Zeugnissen sieht man die Mangelwirtschaft. Zum Schuljahresende 2018/19 hatten 6.800 Schüler:innen in Sachsen-Anhalt gar keine Zeugnisnoten in einzelnen Fächern, weil schlicht zu wenig Unterricht erteilt wurde.

Bei der Ausbildung der Lehrkräfte geht es ebenfalls nicht voran. Bis 2025 wird der Lehrerbedarf im Land voraussichtlich nur zu 46 Prozent durch die eigenen Universitäten gedeckt werden können. Dadurch werden wieder über 2.500 Lehrer:innen fehlen. Der CDU-Plan einer pädagogischen Hochschule wird daran nichts ändern, er wird nur wieder für eine Zweiklassengesellschaft bei den Lehrkräften führen, mit dem Ziel Sekundar- und Grundschullehrkräfte schlechter zu bezahlen.

Auch während der Corona-Pandemie ist die Schulpolitik in Sachsen-Anhalt kläglich gescheitert. Anstatt Schulen mit verschiedenen Maßnahmen, wie Luftfiltern, kleineren Lerngruppen, frühzeitigen Corona-Tests  und Impfungen für das Personal sicherer zu machen sowie digitale Lernangebote aufzubauen, Weiterbildungen für Lehrkräfte zu organisieren und die Schüler:innen mit Technik und stabilem Internet für digitale Lernformate auszustatten, hat die Landesregierung die Pandemie ignoriert.

Inzwischen wissen wir: Das war fatal. Das Argument, es ginge bei den Schulöffnungen um die Zukunft der Kinder, ihre Bildungschancen und ihre psychische Gesundheit, ist ein Hohn. Denn vor Corona hat man 15 Jahre alles daran gesetzt, diesen bildungspolitischen Anspruch zu torpedieren.

Gerade mal die Hälfte der Schulen kann Schulsozialarbeiter:innen beschäftigen. In Halle musste DIE LINKE erst durchsetzen, dass die Kommune auf eigene Kosten welche einstellt. Ein Schulpsychologe ist für zehntausende Kinder zuständig.

Die Bildungspolitik der CDU ist eine Katastrophe und zerstört Lebenschancen. Auch deshalb braucht es endlich eine andere, eine linke Bildungspolitik. Dafür haben wir Angebote gemacht, z.B. mit dem Volksbegehren gegen den Lehrermangel, für das ich mit vielen Mitstreiter:innen gekämpft habe. Ich möchte im Wahlkreis zeigen, dass die Bürger:innen diese Politik satt haben und für diesen Bildungsminister und seine Politik in Halle nichts zu holen ist. Dagegen trete ich für eine zukunftsfähige Bildungspolitik an.

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